Ausstattung

 

Die gewählten Ausstattungen, deren Ausführung und Materialwahl spielen eine große Rolle in der späteren Nutzung. Da diese sehr variieren, kann hier nur ein kleiner Einblick in dieses komplexe Thema gegeben werden.

 

Wegesystem/Sitzgelegenheit

Die Bodenbeläge sollen möglichst einheitlich und gut befahrbar sein und eine griffige und rutschhemmende Oberfläche haben. Die Abstände von Sitzgelegenheiten sollten Sitzplatz - Therapiegartennicht zu groß gewählt werden, da sich vor allem alte Menschen eher einen längeren Spaziergang zumuten, wenn sie wissen, dass zahlreiche und benutzerfreundliche Sitzmöglichkeiten zur Erholung vorhanden sind. Als Zentrum der Kommunikation können Sitzplätze dienen. Hierfür muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen, damit die Nutzung mit Rollstühlen/Gehhilfen gewährleistet ist und eventuell auch Veranstaltungen stattfinden können.

Je nach NutzerInnen ist die Begegnungsbreite der Wege zu berücksichtigen. Diese Begegnungsbreite wird für RollstuhlfaherInnen meist mit 1,80 bis 2,00m angenommen.

 

Wasser

Vor allem in den Sommermonaten ist das Trinken sehr wichtig - hierfür können Trinkwasseranlagen die Nutzung fördern. SprudelsteinWeiters sollten Wasserentnahmestellen für die Gartentätigkeit sowie zur Reinigung von Händen nicht fehlen.

Wenn Gartentherapie praktiziert wird, muss das Wasser auch für Gießzwecke bereitgestellt werden. Diese Wasserstellen müssen auch sitzenden (z.B. im Rollstuhl) NutzerInnen die Möglichkeit geben das Gefäß abzustellen und zu befüllen.

Neben dem Trink- oder Gießwasser spielt Wasser als Gestaltungselement eine große Rolle. Für viele Menschen ist Wasser ein fixer Bestandteil jedes Gartens, ess gibt vielzählige Möglichkeiten, dieses Element einzubauen, als Brunnen, Biotop, Bachlauf, Sprudelstein,....

 

Pflanzflächen - Hochbeete

Es ist nicht immer empfehlenswert, dass in einem Therapiegarten unbedingt ein Hochbeet errichtet wird. Gartentherapie - HochbeetViele Einrichtungen mit Therapiegärten investieren sofort in Hochbeete, obwohl man sich über die Nutzung bwz. deren Betreuung noch nicht genügend Gedanken gemacht hat. 

Eine gute Alternative sind hinterfüllte Mauern, sie erfüllen die selbe Funktion von Hochbeeten, lassen sich jedoch harmonischer in die Gestaltung eingliedern und auch dementsprechend bepflanzen. Ein Nachteil dieser Variante ist die "Nichtunterfahrbarkeit", die aber auch nicht für jede Zielgruppe benötigt wird.

Gartentherapie - PflanzflächenPflanzflächen am Bodenniveau spiegeln auch ein Gefühl der Normalität und können auch von sehr vielen NutzerInnen bearteitet werden. Hierbei ist aber auch zu beachten, dass viele Pflanzen nicht nur beim Wurzelraum pflege brauchen, auch die Ernte (zB Ernte von Ribisel, Stachelbeeren,..) ist auch für Menschen im Rollstuhl möglich. Weiters befinden sich viele Blüten in Sitzhöhe. Hier kann es sogar sein, dass zur Bearbeitung ein Gartenhocker von Vorteil ist.

 

Schattenspender

Ein wichtiges Thema in jedem Therapiegarten.

Hier sollte man grundsätzlich in natürliche bzw. pflanzliche oder künstliche Schattenspender unterteilen. Natürliche Schattenspender haben den Vorteil, dass ihr Schatten meist kühler ist und meist von den Gartenbesucher als atmosphärischer empfunden wird. Diese Schattenvariante kann in Form als Bäume oder in baulicher Kombination als Laube oder Pergola errichtet werden. 

Der Markt bietet in der Zwischenzeit viele künstliche Schattenspender an. Diese haben je nach Ausführung (Sonnenschirm, Segeln, Überdachungen,..) den Vorteil der Mobilität und des sofortigen Schattens. 

 

Sanitäranlagen

Im Idealfall befindet sich im Gebäude - nahe dem Zugang zum Garten - eine behindertengerechte WC-Anlage. Die schnelle Erreichbarkeit von WC Anlagen erleichtertnicht nur den direkten NutzerInnen sondern auch deren Begleitpersonen den bequemen und entspannten Aufenthalt im Garten

 

Information

Eine Informationstafel bzw. Broschüren, mit spezifischen Angaben, wie Routen, Vorkommen von Rampen, Stufen, wichtige Ausstattungen (Trinkwasser, WC-Anlagen,...) oder der Hinweis auf besondere Anziehungspunkte kann nicht-ortkundigen Besuchern helfen den passenden Spaziergang zu wählen.

 

 Dekorzubehör

Nicht zu vergessen ist die persönliche Note des Gartens durch die NutzerInnen.  Vor allem in Bastelarbeit - GartentherapieEinrichtunge, in denen die Gartenbesucher langfristig sich aufhalten (Kindergärten und -heime, Seniorenwohnheim, Rehabilitationszentren, ....) Es handelt sich meist um Bastelobjekte, die bei Schlechtwetter oder in der kalten Jahreszeit gebaut werden können - so wird auch ohne direkte Gartennutzung der Garten verschönert. Durch diese Objekte können sich die GartennutzerInnen mit dem Garten identifizieren - es ist plötzlich nicht "der" sondern "ihr" Garten

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